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Unser Newsletter informiert Sie über die aktuelle Situation in Uganda und Mmanze, über unsere Projekte und Veranstaltungen.









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Guten Tag Deutschland!

Diese Woche ist die Schule hier in Mmanze village wieder angefangen! Jedoch kommen in der ersten Woche nur sehr wenig Schüler zur Schule! Das ist kulturell bedingt meinte mein Gastvater Mulindwa William! Man möge sich vorstellen am ersten Schultag in Deutschland würden pro Klasse ca. 4 Schüler anwesend sein!! Da wir auch keinen Stundenplan hatten im letzten Term, haben wir die Zeit genutzt einen zu entwerfen! Ich werde in diesem Term nicht nur Englisch und Mathe unterrichten, sondern  auch Science. Science ist mit unserem Grundschulfach Sachkunde zu vergleichen! Ich übernehme dieses Fach, weil wir akuten Lehrermangel haben!

Wir sind mit meinem Gastvater 5 Lehrer für 6 Klassen! Jedoch ist mein Gastvater meistens für andere Projekte eingespannt und unterwegs wie für das Trinkwasserprojekt unserer Region! Die Klassen sind "Babyclass" und "Topclass", die unserer Vorschule entsprechen. Die Kinder lernen dort spielerisch Lesen, Englisch, Zahlen, Malen und Zeichnen. Dann sind da noch die Klassen eins bis vier. Ich unterrichte in den Klassen 3 und 4! Da die Kinder hier sehr wenig oder eigentlich gar kein Spielzeug haben, sind sie unglaublich kreativ! Montag Abend habe ich mit meinen jüngsten Gastschwestern, Gloria und Linda, in dem vom Regen aufgeweichten Boden gemalt. Wir haben einfach Tische, Flugzeuge, Menschen oder Blumen mit einem Stock in den Boden geritzt und die anderen haben geraten was es sein soll. Das ganze ging über 2 Stunden, bis der ganze Hof voll gemalt war! Ich habe ihnen auch das Haus vom Nikolaus gezeigt!

Fotostrecke


Zum Vergrößern der Bilder, klicken Sie bitte auf das entsprechende Bild.
Manche Kinder bauen sich auch Spielzeuge aus Müll, um z. B. Drachen steigen zu lassen! Einen Morgen bin ich zur Schule gekommen, als meine Lehrerkollegin Ms. Nassali , Juliet einen Klassenraum aufgebrochen hat, weil sie den Schlüssel verloren hatte! Wir verschließen die Klassenräume mit Vorhängeschlössern und sie stand da und schlug eine halbe Stunde auf dieses Schloss ein! Na ja, jeder verliert mal etwas!

Nachdem am zweiten Schultag, wie prognostiziert, immer noch nicht all zu viele Schüler zur Schule kamen langweilte ich mich im Lehrerzimmer (der Stundenplan war schon fertig). Dann erinnerte ich mich an meinen Besuch in Jinja, der 2. größten Stadt Ugandas. Ich war dort zu Besuch bei einem Freund. Der Vorort in dem er wohnt heißt Bugembe und es ist die dreckigste Gegend die ich jemals gesehen habe. Überall Muüll, in den Strassen an jeder Ecke Müllberge. Alle schmeißen allen Hausabfall einfach auf die Strasse. Der Müll wird dann einmal am Tag ohne Filter mitten auf der Strasse verbrannt. Daran denkend dachte ich mir mein idyllisches kleines Dorf Mmanze davor zu bewahren. Wir haben also die erste Woche genutzt "Umweltprojektwoche" zu machen. Wir haben den Kindern erklärt, warum es wichtig ist die Umwelt zu schonen. Wir haben dann immer den halben Tag erkundet was die Natur uns gibt, wie sie funktioniert und was ihr schadet! Die andere hälfte des Tages haben wir das Dorf komplett vom Plastikmüll befreit! Nun haben wir aber ein riesigen Müllberg neben der Schule. Meine Idee war das wir den Müll nach Kampala zum recyclen bringen, jedoch gibt es in Uganda keine Recycling-Industrie! Unfassbar, die produzieren Millionentonnen von Plastik und keiner macht sich `nen Kopf, wo das alles landen soll! Dazu kommt das in Uganda ein Großteil der Familien von der Natur leben, die sie verschmutzen. Naja nun steh ich da mit meinem Müllberg! Wenn jemand eine Idee hat, wie man damit verfahren könnte, wäre ich unendlich dankbar!!!

Ich habe diese Woche auch bei der Herstellung von Bananenbier zugeschaut! Man nennt es Tonto! Dazu werden in einem Holzkanu hunderte von Bananen mit den Füßen zertreten bis sie nur noch Saft sind! Der Saft ist unglaublich lecker. Nachher wird der Saft mit einer Pflanze, die in kleine Stücke geschnitten wird, vermengt und für  3 Tage zum gären in Kanister gefüllt! Es war sehr interessant. Besonders die Kanister, denn sie sind getrocknete Pflanzen. Sie stammen aus der Familie der Kürbisse und manche sind so groß, dass sie bis zu 100 Litern fassen!

Gestern Abend wurde meine Anpassungsfähigkeit auf die bisher härteste Probe gestellt: Es gab fritierte Riesen-Termiten! Man servierte sie mir nur mit dem Kommentar "very sweet". Na ja, das waren sie auch, aber mehr als ein paar waren meinem Magen nicht zuzumuten! Ich habe mir zu Beginn meines Aufenthaltes neue Lederlatschen gekauft, die jedoch mittlerweile den Geist aufgegeben haben und meine Familie hat mir dann neon-grüne Latschen als Ersatz gegeben. Ich wollte nicht unfreundlich sein und bin also mit diesen Latschen hier rum getigert. Was für ein Bild mit leuchtend grünen Addiletten im Urwald! Morgen werde ich das erste Mal Fußballtraining an einer anderen Schule machen. Man hatte mich gefragt, ob ich den Kindern nicht geheime deutsche Taktiken beibringen könnte und ich habe zugestimmt. Also gebe ich jeden Sonntag auch noch Fußballtraining, jetzt im Nachbardorf Kabaale! Das war schon meine Woche! Ich wünsche Euch alles Gute!

Ggulu ddene Tim